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Die Inselrepublik Trinidad und Tobago liegt etwa 20 km vor der venezolanischen Nordostküste, vor dem Mündungsdelta des Rio Orinoco in den Atlantik. 1498 von Kolumbus entdeckt, waren die Insel lange von Spanien, England, Holland und Frankreich umkämpft, bis sie 1797 britisch wurden. 1962 wurden sie unabhängig und 1976 Republik. Ihren Namen erhielt sie nach den Trinity Hills, die Kolumbus im Südosten entdeckte. Trinidad ist die größte Insel der Kleinen Antillen, wegen ihrer Nähe zum südamerikanischen Kontinent herrscht teils feuchtheißes Tropenklima. Die Insel ist Heimat des Karneval, der Steeldrums und des Calypso. Afrikaner, Europäer, Chinesen, Inder und Moslems finden sich im größten Völkergemisch der Karibik . Drei bewaldete Gebirgszüge durchziehen die Insel mit dichten Regenwäldern, Sümpfen, Sandstränden und einer Mischung aus insularer und kontinentaler Flora und Fauna. Rotwild, Wildschweine sind ebenso vertreten wie Affen und Leguane. Papageien, Kolibris erinnern an das nahe Südamerika. Der scharlachrote Ibis ist das Wappentier Trinidads. Sehenswürdigkeiten sind Fort George in Port of Spain, die 7 palastartigen "Gingerbread Mansions" am Queen''s Park Savannah, Frederick Street, die Haupteinkaufstraße, die Kathedrale und Museen. Strände, Wasserfälle, Höhlen, im Süden Vogelschutzgebiete und der fast 100 m tiefe Pitch Lake in La

Brea. Im Nordwesten finden sich Schildkröten-Brutgebiete. Die Gasparee Caves sind Tropfsteinhöhlen. In Arima leben heute noch etwa 300 Nachfahren von Caribe-Indianern (Santa Rosa Fest im August). In den Tälern werden Reis, Zuckerrohr, Kakao, Bananen und Zitrusfrüchte angebaut. Hauptwirtschafts- zweige sind jedoch Bergbau, Erdöl- und Asphaltförderung. Der "Pitch Lake", größter Asphaltsee der Erde, wird von Erdöl gespeist, schon in kolonialer Zeit verwendeten die Engländer das natürliche Asphaltvorkommen zum Dichten ihrer Schiffsplanken. Das Straßennetz ist gut, gegenüber den anderen Antilleninseln wirkt Trinidad wohlhabend amerikanisiert. Tobago nennt sich das "Paradies im Taschenformat". Endlose Sandstrände, Palmenwälder, Wasserfälle, bewaldete Hügel und zahlreiche Hotels bieten Urlaubern Ruhe und Entspannung weg vom Trubel der Hauptinsel. Berühmt sind das Buccoo Reef und Little Tobago, ein Vogelschutzgebiet mit den einzigen Paradiesvögeln außerhalb Neuguineas. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die in der Rocky Bay gelegene Hauptstadt Scarborough mit Fort King George und der kristallklare Nylon Pool. Im 18. Jh. war Tobago berüchtigter Piratenunterschlupf, später Zuckerrohrzentrum. Flug- und Fährverbindungen unter den Inseln sowie in die Karibik und nach Südamerika.


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