St. Barthelemy, auch St. Barts genannt, liegt im Norden der Kleinen Antillen in der Karibik und gehört zum französischen Überseedepartement (DOM.) Guadeloupe. Die buchtenreiche Küste bringt es trotz der geringen Größe der Insel auf über 40 km Strandlänge. Schon vom Flugzeug erkennt man den Anspruch der Insel, kein lauter Touristenort zu sein. Die Häuser, ob Wohnhaus, Hotel oder Villa mit ihren roten Dächern passen sich malerisch in die Landschaft, kein Hotelkoloß darf sich hier breit machen. Obwohl die Insel sehr trocken ist, es gibt keine Flüsse und zahlreiche Salzseen, ist sie von üppigem Grün bestanden. Kolumbus entdeckte die Insel mit den umliegenden 1493, aber er landete nicht, wie viele andere Schiffe nach ihm, so daß St. Barts im Wirbel der Geschehnisse auf den anderen Inseln bis zum 17. Jh. eine Insel der Kariben-Indianer blieb. Erst 1648 kamen Siedler von der nahen Insel St. Kitts, sie wurden aber 1656 nach einem wüsten Massaker von den Kariben vertrieben. 1651 wurde die Insel an die Malteserritter verkauft und als sich auch die nicht gegen die Indianer behaupten konnten, übernahmen die Franzosen 1673 das Regiment. Danach war die Insel lange Zeit ein Seeräubernest, bis sie 1784 unter Louis XVI, gegen Handelsrechte in Göteborg, an Schweden verkauft wurde. 1878 wurde St. Barts wieder französisch. Der Name der Hauptstadt Gustavia und ihre Straßennamen erinnern noch an die schwedische Vergangenheit. Die Bevölkerung ist hauptsächlich normannischer und Unzählige Palmenarten, bekannte und weniger bekannte exotische
Blumen, Büsche, Kakteen und Sträucher säumen die Wege und Wäldchen der kleinen Trauminsel. Die Insel ist nicht nur die ruhigste und luxuriöseste der Französischen Antillen, mit ihren herrlichen Stränden, teils einsamen Buchten, sehr guten Hotels und Mietvillen für Stars und Prominente, wird sie auch als bewohnbarer botanischer Garten bezeichnet. Wer Night-Life, Casinos und quirlige Urlaubsstimmung sucht, ist hier am falschen Ort. Sehenswert sind vor allem Shops und Boutiquen in Gustavia, das historische Museum sowie die vielen Wanderpfade, "chemins de chövres" (Ziegenwege) genannt, überall auf der Insel. Diese historischen Pfade wurden von einem örtlichen Verein wiederentdeckt und restauriert. Selbstverständlich ist die Insel ein Wassersportparadies. Reichhaltige Tauchgründe sind vor allem die zahlreichen Inseln, Inselchen und Riffe, die St. Barts umgeben (Fourchue, Fele, de Boulanger, Bonhomme, Fregate, Toc Vers, Tortue, Coco, Petits Saints, Gros Islets, Pain de Sucre Petit Jean). Beste Verkehrsmittel sind die offenen kleinen Miet-Jeeps. Flugverbindungen zu einer der kürzesten und gefährlichsten Landepisten gibt es täglich von den umliegenden Inseln sowie den Fran- zösischen Antillen. Tip: Teuer, aber der Platz zum Entspannen.
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