Willemstad, die derzeitige Hauptstadt der Niederländischen Antillen, zeigt ausgesprochen holländische Wesenszüge. In Punda, dem malerischen ältesten Stadtteil, glaubt man sich in ein altniederländisches Städtchen des 17. Jh.s versetzt. Schmale Straßen und stattliche Bauten mit hoch aufgesetzten Giebeln bestimmen hier das Stadtbild. Längs der Handelskade am Eingang der Sint Annabaai, dem schmalen Zugang zum Naturhafen Schottegat im Norden der Stadt, reihen sich stattliche gelbe und rote Backsteinhäuser auf. Vielbeachtet die berühmte Königin Emmabrug, eine Pontonbrücke, die in den westlichen Stadtteil Otrabanda führt. Die 1939 anstelle einer 50 Jahre alten Vorgängerin in Dienst gestellte Brücke wird am Tag gut zwanzigmal auf die Seite gezogen, um Schiffe in das Schottegatt einfahren zu lassen. Der östliche Brückenkopf wird vom ehem. Fort Amsterdam (18.Jh.) bewacht, in dessen Bereich zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Banken untergebracht sind. Besonders reizvoll ist die Arkade an seiner Westseite. Am Westeingang zum Fort das Gouvernementshuis, der Sitz der Inselregierung. An der Ostseite befindet sich die Fort Kerk (1763), eine beachtenswerte protestantische Kirche.
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