Wegen seiner multinationalen Bevölkerung gilt Curagao als besonders kosmopolitisch. Etwa 20 % der heutigen, rund 50 verschiedene Nationalitäten umfassenden Inselbevölkerung sind außerhalb der niederländischen Antillen geboren. Rassische und religiöse Toleranz sind inzwischen zum Markenzeichen der Insel geworden. Katholiken, Protestanten, Juden, Moslems und andere Gruppierungen sind ebenso Ausdruck der Weltläufigkeit wie ein unüberschaubarer Kalender aller möglichen Festlichkeiten. Die meisten Bewohner sind Nachkommen von spanischen, holländischen, portugiesischen, französischen und britischen Einwanderern sowie von Negersklaven, aber auch von Einwanderern aus verschiedenen Teilen Asiens und Südamerikas, die besonders mit dem Boom der Ölindustrie als Kontraktarbeiter auf die Insel geholt wurden. Siedlungsschwerpunkt ist der Verdichtungsraum Willemstad, wo über zwei Drittel der Inselbevölkerung wohnen.
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