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Belize

Der unabhängige mittelamerikanische Kleinstaat Belize (vormals British Honduras) liegt an der Ostküste der Halbinsel Yucatan. Das weithin von tropischem Regenwald bedeckte Land ist noch wenig erschlossen. Wichtigster Wirtschaftszweig ist die exportorientierte Landwirtschaft. Die lagunenreiche, über weite Strecken mangrovenbestandene Küste und die zahlreichen vorgelagerten Korallenkalkinselchen und -klippen ziehen seit einiger Zeit Abenteurer, Sportangler und -taucher an. Damit steht zu befürchten, daß auch dieses Naturparadies früher oder später dem Massentourismus zum Opfer fällt. Das Klima wird ganzjährig vom Nordostpassat geprägt. Von Dezember bis April ist es recht trocken. Dagegen herrscht von Mai bis November Regenzeit, während der oft Wirbelstürme auftreten können. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 27°C (Luft und Wasser!). Das heutige Staatsgebiet von Belize war bis zum 9. Jh. Teil des Kernlandes der Maya. Die Spanier der frühen Neuzeit hatten zunächst wenig Interesse an dem Land und gestanden englischen Einwanderern, die sich bereits in der ersten Hälfte des 17. Jh.s hier niedergelassen hatten, das Siedlungsrecht zu.

Verschiedentlich versteckten sich Piraten an der Küste. Im 18. Jh. wollten die Spanier die Engländer vertreiben. Im Jahre 1798 kam es zur Seeschlacht bei St. George's Cay (vor der heutigen Stadt Belize City), bei der die Engländer obsiegten. Großbritannien installierte 1862 die Kronkolonie British Honduras, die von einem die englische Krone repräsentierenden Gouverneur unterstellt wurde. 1964 erhielt die Kolonie die innere Autonomie. 1973 erhielt sie die Bezeichnung Belize. Im Jahre 1981 wurde Belize die staatliche Unabhängigkeit zuerkannt. An der Küste von Belize leben zum überwiegenden Teil Nachkommen Bevölkerung afrikanischer Sklaven und südasiatischer Kontraktarbeiter, die vielfach von den Kleinen Antillen hierher gekommen sind. Daneben gibt es noch rund 15 000 sog. 'Garifuna' bzw. 'Schwarze Kariben'. Dies sind Nachkommen von indianischen Kariben und Afrikanern, die einstmals von den Engländern zwangsumgesiedelt wurden. Eine ungewöhnlich artenreiche und farbenprächtige tropische Unterwasserlebewelt findet man in Stann Creek


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