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Spanisch sprechende Mestizen, Syrer, Chinesen und Europäer verschiedener Herkunft vervollständigen das Völkergemisch. Wichtigster Wirtschaftszweig von Belize ist die Land- und Forstwirtschaft. Allerdings wird nur ein Fünftel der kultivierbaren Fläche genutzt und zwar hauptsächlich von der exportorientierten Plantagenwirtschaft. Riesige Zuckerrohrfelder, Kokospalmenpflanzungen, Bananenplantagen, Reis- und Maisfelder sowie Kakao- und Zitrusfruchtplantagen prägen über weite Strecken das Bild der Kulturlandschaft. Daneben hat die Edelholzgewinnung (bes. Mahagoni, Rosenholz, Zedern) eine längere Tradition. Größere Bedeutung hat auch die exportorientierte Fischerei (vor allem Langusten und Garnelen). Der Aufbau von Industrien steckt noch in den Anfängen. Die wenigen vorhandenen Betriebe verwerten heimische Rohstoffe (Zuckergewinnung, Obstkonserven, Holzverarbeitung). Daneben gibt es einige Fabriken, in denen Halbfertigwaren und Textilien hergestellt werden. Vor wenigen Jahren hat man damit begonnen, eine gewisse touristische Infrastruktur aufzubauen. Zum einen werden einige der wirklich noch traumhaften Strände und vor gelagerten Inselchen 'erschlossen', zum anderen versucht man, die zahlreichen Ruinenstätten aus der Maya-Zeit dem Tourismus zugänglich zu machen.

Die Hafenstadt Belize City (Meereshöhe; 40 000 Einw.), an der Küste des Karibischen Meeres gelegen, war bis 1970 Hauptort der Kronkolonie British Honduras. Sie ist auch heute noch das wirtschaftliche Zentrum des Landes, in dem ein Viertel der Bevölkerung des Staates Belize lebt. Hier ist seit 1980 ein Tiefwasserhafen angelegt. Außerdem befindet sich am Stadtrand der internationale Flughafen des Landes. Im Jahre 1961 wurde die Stadt von einem Hurrikan heimgesucht. Das geschäftige Stadtzentrum liegt beiderseits der Belize Swing Bridge. Die Hauptstraßenzüge sind Albert Street, Queen Street und Regent Street. An der Südseite der Brücke liegt das alte Fort George. Beachtenswert sind ferner die im Jahre 1826 erbaute anglikanische St. John's Cathedral, das Baron Bliss Institute, das einige Relikte aus der Maya-Zeit beherbergt, und die Regierungsgebäude. In der Nähe des architektonisch bemerkenswerten Paslow Building finden Freunde der Philatelie die Verkaufsstelle für die liebevoll gestalteten Belize-Briefmarken.

Vor Belize City liegt das Inselchen St. George's Cay, das inzwischen ein beliebter Erholungsplatz ist. In den Gewässern um die Inseln trugen Engländer und Spanier im Jahre 1798 eine Seeschlacht aus, die den Angelsachsen die Vorherrschaft im heutigen Staat Belize einbrachte. Weiter östlich liegen die Islas Turneffe, die ebenfalls seit einiger Zeit für den Tourismus erschlossen werden (u.a. Schnorchel, Schwimmen, Tauchen, Sportangeln). Etwa 50 km nordwestlich von Belize City erstreckt sich das Crooked Tree Wildlife Sanctuary. In einem Gewirr von Flussläufen, Lagunen und Sümpfen bietet sich dem Naturliebhaber eine ungewöhnlich facettenreiche Pflanzenwelt dar. Außerdem leben hier noch viele, andernorts vom Aussterben bedrohte Tiere (u.a. Leguane, Krokodile, Schildkröten, bestimmte Affenarten, diverse Vögel). Hilfestellungen für interessierte Besucher gibt die Audubon Society in Belize City. Etwa 50 km nördlich von Belize City findet der Interessierte das alte Maya-Heiligtum Altun Ha, das in den sechziger Jahren von kanadischen Archäologen erforscht worden ist. Auf dem mehrere km² großen Areal hat man eine Vielzahl von Gefäßen, Werkzeugen und kunstvoll gestalteten Objekten entdeckt. Sehr eindrucksvoll ist eine ungewöhnlich große Jade-Figur, die den Sonnengott Kinich Ahau darstellt.


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