Von Bridgetown auf dem Highway 1 nordwärts, vorbei an der University of the West Indies entlang der Platinum Coast, der wegen ihrer ausgezeichneten, Palmen bestandenen Badestrände so benannten Westküste, seit langem ein bevorzugtes Refugium, worauf die zahlreichen Prachtvillen und Luxusherbergen hindeuten. Zunächst erreicht man die Fresh Water Bay mit dem berühmten Paradise Beach, wo der Höhlenbach von Cole's Cave mündet. Danach die Batts Rock Bay, vor der das Wrack des griechischen Frachters "Stavronika" liegt, der 1976 ausbrannte und nach langwierigen Verhandlungen 1978 versenkt wurde. Weiter nördlich, über der schönen Paynes Bay auf dem Holder's Hill ein großer Poloplatz. Die nahe Sandy Lane Bay gilt als eine der besten Badebuchten der Insel. Der Ort Holetown ist nach dem für kleine Schiffe günstigen Naturhafen benannt. Hier landeten 1625 die ersten britischen Siedler. Beachtenswert das ehemalige Plantation Fort (auch 'Fort James' genannt; 18. Jh.), in dem heute die Polizeistation untergebracht ist. Die St. James Church, ursprünglich ein um 1600 errichteter Holzbau, der 1872 durch ein Steingebäude ersetzt worden ist, enthält
einen gut gearbeiteten Taufstein (17. Jh.). Interessant ist auch der 1905 anlässlich der 300-Jahr-Feiererrichers. Nördlich außerhalb der prächtige Herrensitz Porters (17. Jh.) inmitten einer außergewöhnlichen Gartenanlage, der über 200 Jahre der einflussreichen Familie Alleyne gehörte und mehrfach erweitert worden ist. — In der näheren Umgebung einige großartige Villen und Herrschaftshäuser. Weiter nordwärts, vorbei an der Alleyne's Bay und der Gibbs Bay zur Mullins Bay; darüber die aussichtsreiche alte Zuckerplantage Mullins Mill (1831), deren drei älteste, mit wertvollen Antiquitäten ausgestattete Räume einen Eindruck vom früheren Leben auf der Insel Barbados vermitteln. Weiter nördlich, vorbei an der Goding's Bay, der Ort Speightstown, die zweitgrößte Siedlung der Insel und früher ein bedeutender Zuckerhafen. In der Vergangenheit hatte der Ort vielfältige Beziehungen zur britischen Hafenstadt Bristol, was ihm den Beinamen 'Little Bristol' einbrachte. Beachtenswert The Manse (17. Jh.), angeblich das älteste Gebäude der Stadt, in dem nach der Zerstörung der Kirche durch einen Hurrikan im Jahre 1831 Gottesdienste abgehalten wurden. Vom einstigen Denmark Fort (18. Jh.) sind nur spärliche Reste erhalten.
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