Von Bridgetown zunächst auf dem Highway 4 ostwärts; nach 5 km weiter auf dem Highway 3 B in nordöstlicher Richtung. Nach weiteren 3 km taucht die St. George's Church (17. und 18. Jh.) auf, die im Jahre 1780 durch einen Hurrikan verwüstet wurde. Beachtenswert ist das von Benjamin West geschaffene Altarbild. Weiter oben der Gun Hill. Hier befand sich früher ein wichtiges britisches Militärlager. Besonders imposant ist der unter Colonel Henry John Wilkinson im Jahre 1868 aus dem anstehenden Kalkstein gehauene 3 m hohe und 5 m lange Löwe, der an das britische Weltreich erinnern soll. Ca. 3 km weiter nordöstlich findet man bei St. Jude's Vicarage eine sehenswerte Zuckermühle aus dem 17. Jahrhundert. Nördlich die Villa Nova (1834), ein aussichtsreich gelegenes, stilvolles Herrschafts- haus inmitten großartiger Gartenanlagen. Zeitweiliger Besitzer dieses Anwesens war der ehemalige britische Premierminister Sir Anthony Eden. Weiter nördlich steht der Cotton Tower, ein alter Signalturm. 5 km weiter östlich liegt das berühmte Codrington College in der Nähe der Conset Bay. Es ist eines der ältesten derartigen Einrichtungen in der westlichen Hemisphäre. Seine Gründung geht auf Christopher Von Bridgetown zum Ragged Point (Rundfahrt 50 km) Codrington (1662 — 1716) zurück, den auf Barbados geborenen späteren Gouverneur der Leeward Islands. Besonders hübsch sind die Allee und der Park mit ihren hohen Königspalmen. Etwa 4 km weiter nordwestlich steht die St. John's Church auf einem aussichtsreichen Platz. Sie ist 1836 anstelle einer 1831
von einem Hurrikan zerstörten Vorgängerin erbaut. Auf dem Friedhof befindet sich ein sagenumwobenes Grab. Hier ist angeblich Ferdinandus Paleologus, ein Mitglied des byzantinischen Herrscherhauses, bestattet. Der Adlige soll vor den Türken aus Konstantinopel geflüchtet sein. Weiter geht es über das steile Hackleton's Cliff hinunter an die Tent Bay, eine malerische Bucht an der rauhen Ostküste. Oberhalb die Andromeda Gardens mit Teichen, Kaskaden und einer überquellenden tropischen Pflanzenwelt (bes. Orchideen). Weiter nördlich liegt der von hohen Klippen eingerahmte Ferien- und Fischerort Bathsheba, in dessen Umgebung sich die besten Strände der Ostküste erstrecken. Von hier aus können häufig Fliegende Fische beobachtet werden. Rund 5 km nordwestlich erhebt sich der Chalky Mount über der aussichtsreichen East Coast Road. Dieser Berg ist bekannt für seine ockerfarbenen Tonvorkommen. Aus dem Rohstoff stellen die Einheimischen kunstvolle Töpferwaren her. Weiter nördlich liegt das Dorf Belleplaine in reizvoller Umgebung. Auf dem Highway 2 geht es südwärts weiter. Man passiert den Mount Hillaby (343 m), die höchste Erhebung der Insel Barbados. Nach 7 km folgt die Vault Road. Sie ist benannt nach mysteriösen Vorgängen, die sich in der Gruft der Familie Williams abgespielt haben sollen. Die Familie des Generals Williams besaß auch den unweit südlich gelegenen Welchman's Hall Gully, ein stark verkarstetes Felstal, das im 19. Jh. den Charakter eines tropischen Gartens erhielt und später verwilderte. Als Naturschutzgebiet ist es
heute eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Insel, nicht zuletzt bedingt durch die zahlreichen Karsthohlformen. In einer der Höhlen befindet sich einer der größten Stalagmiten der Erde mit einem Durchmesser von 121 cm. Unweit südlich findet man die Cole's Cave, eine große tropische Karsthöhle, die von einem Höhlenbach durchflossen wird, der an der Freshwater Bay nördlich von Bridgetown ins Meer mündet. Die bis zu 5 m hohe Höhle gabelt sich etwa 100 m nach dem Eingang. In den Höhlenteichen leben zahlreiche Höhlenkrebse. In der Nähe verläuft die weniger bekannte Harrison's Cave, die ebenfalls Teil des hier weit verzweigten unterirdischen Flusssystems ist. Weiter südwestlich steht die Sharon Moravian Church, ein Gotteshaus, das die Mährischen Brüder Ende des 18. Jh.s errichtet haben. Auf dem Highway 2 zurück nach Bridgetown.
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