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Fernandez Bay auf Cat Island

Long Island, die rund 100 km lange, an ihrer ausgedehntesten Stelle jedoch nur wenige Kilometer breite Bahama-Insel erstreckt sich zwischen 22° 50' und 23° 40' nördlicher Breite von Südost nach Nordwest. Sie wird vom Wendekreis des Krebses zweigeteilt. Höchst kontrastreich bieten sich die beiden Küstenlinien dar. Während im Osten steile Klippen jäh in die Tiefe stürzen, gibt es auf der Westseite fein sandige Strände. Ferner gestalten grüne Hügel sowie salzhaltige Sümpfe und Marschen das Landschaftsbild abwechslungsreich. Auf der gepflegt wirkenden Insel wird noch in größerem Stil Landwirtschaft betrieben. Besonders die Viehzucht und der teilweise in der Form des 'pothole farming' betriebene Gemüseanbau haben sich gut entwickelt. Weitere wichtige Erwerbszweige sind der Bootsbau, der Fischfang, der Fremdenverkehr und nicht zuletzt die Salzindustrie, die jährlich rd. 300 000 t Salz ausführt, das teilweise in reaktivierten alten Salzteichen gewonnen wird. Wie Funde belegen, muss die Insel ein bedeutender Siedlungsplatz der präkolumbischen Lucayer gewesen sein, die wahrscheinlich von Süden her mit vorgedrungen sind. Die Indianer nannten das lang gestreckte Eiland 'Yuma'. Am 15. Oktober 1492 landete Kolumbus an der Nordspitze von Long Island und belegte sie mit dem Namen 'Fernandina'. Im Laufe einer von Auseinandersetzungen der europäischen Kolonialmächte geprägten höchst wechselvollen Geschichte erlangten die Salzlagerstätten große wirtschaftliche Bedeutung. Lange bevor die ersten amerikanischen Loyalisten auf die Insel kamen und die Baumwolle als Kulturpflanze einführten, wurde Salz nach Bermuda und New York verschifft. Nach dem Niedergang des Baumwollanbaus im 19. Jh. entwickelten sich Viehzucht und Gemüseanbau zu heute immer noch bedeutsamen Zweigen der Inselwirtschaft.


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