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Einer der reizvollsten Plätze der Bahama-Inseln ist Cape Santa Maria an der Nordspitze von Long Island, wo Columbus im Jahre 1492 gelandet ist. In der Nähe des Kaps erstreckt sich die traumhaft schöne Calabash Bay. Ihr feinsandiger Badestrand ist über 5 km lang und wird seit geraumer Zeit auch von Gästen einer nahe gelegenen Erholungsanlage frequentiert. Die Gewässer vor der Nordküste sind als sehr fischreich bekannt. Außerdem kann man hier sehr gut tauchen. In den Riffen vor der Küste kann man noch Elchhornkorallen und Schwarze Korallen finden, deren Bestände andernorts infolge der zunehmenden Meeresverschmutzung schon stark dezimiert sind. Im Norden der Insel liegt Burnt Ground, das Musterbeispiel einer Out- Islands-Siedlung. Ebenfalls im Nordteil von Long Island trifft man auf die relativ junge Siedlung Stella Maris mit einem relativ hohen Anteil deutschstämmiger Einwohner. Zu dem weitläufigen und gut ausgestatteten Refugium für Erholungssuchende und wohlhabende Pensionäre gehören auch ein Golfgelände sowie ein kleiner Flugplatz. Ab Stella Maris können Tauchausflüge zur Conception Island unternommen werden, in deren Gewässern über 30 Schiffswracks erforscht werden können. Auch gibt es (bes. vor Rum Cay) einige überwältigende Unterwasserhöhlen und Korallenbänke. Südlich von Stella Maris liegt die freundliche Ortschaft Millerton

am 'Cotton Gin'. Noch weiter südlich liegt Simms, überaus malerisches Out-Islands-Dorf mit einigen stroh gedeckten Häuschen und einer altehrwürdigen Kirche. Eine Besonderheit ist 'H. M. Prison', das pastellfarbene Gefängnis. Etwa 7 km weiter südlich liegt Wemyss Bight, ein beschaulicher kleiner Hafen. Noch weiter südlich folgt Salt Pond, Ausgangspunkt der alljährlich im Mai stattfindenden Long Island Regatta, die zu den bedeutendsten Seglerwettbewerben auf den Bahamas zählt. Etwa in der Mitte der lang gestreckten Insel, wo noch fast unberührte Strände und hübsche kleine Dörfer anzutreffen sind, liegen Deadman's Cay und Cartwright's. Nahebei die Reste von Gray's Plantation. In der Umgebung von Deadman's Cay gibt es wildromantische, von großartigen Tropfsteinbildungen erfüllte Karsthöhlen. Die bekannteste ist die Deadman's Cove. Wie einige Felszeichnungen bezeugen, haben einige dieser Höhlen präkolumbischen Inselbewohnern als Behausungen gedient. Im Bereich des an der Westküste gelegenen New Found Harbour biegt eine dichte Kette von Inselchen und Kliffs nach Westen aus zur Ragged Island Range. Wenn man von Deadman's Cay in südwestlicher Richtung weiterfährt — vorbei an einigen ehemaligen Baumwollplantagen — erreicht man Clarence Town, die größte Siedlung der Insel. Das Städtchen liegt an einem kleinen Hafen, der von

pastellfarbenen Bauten umrahmt wird. Ortsbild beherrschend sind die anglikanische St. Paul's Church und vor allem die katholische St. Peter Church, die Father Jöröme eigen- willig und von nordafrikanischer Architektur beeinflusst gestaltet hat. In der Nähe von Clarence Town findet der interessierte Taucher die berühmte Blue Hole, eine noch nicht ganz erforschte Unterwasserschachthöhle, deren Eingang sich etwa 70 m weit öffnet. Im Süden der Insel versteckt sich die Ortschaft Hard Bargain, die über einen eigenen Flugplatz verfügt. Bei Hard Bargain dehnen sich die Salzgewinnungsanlagen der Diamond Crystal Salt Co. (Besichtigung möglich) aus. Dieser Betrieb ist mit einer Jahresproduktion von rund 300 000 Tonnen Industriesalz der zweitgrößte seiner Art auf den Bahamas. Einige Kilometer südöstlich von Clarence Town zeugen die Dunmore Plantation Ruins von der kolonialen Vergangenheit der Insel. Ganz im Süden von Long Island lohnen das Dorf Roses und der South Point einen Besuch.


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