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Indien erstreckt sich mit einer riesigen Gesamtfläche über die in den Indischen Ozean vorgeschobene, gewaltige Halbinsel Vorderindien zwischen dem Arabischen Meer und dem Golf von Bengalen und reicht nördlich hinauf bis zu den Randhochgebirgen von Himalaya und Karakorum. Wegen der klaren geographischen Abgeschlossenheit wird dieser südliche Teil Asiens auchals vorderindischer Subkontinent bezeichnet.Im Norden grenzt das Staatsgebiet Indiens an China, Nepal und Bhutan, im Westen an Pakistan und im Osten an Bangladesch und Birma; der Spitze der vorderindischen Halbinsel südöstlich vorgelagert und nur durch die enge Palkstraße von dieser getrennt ist der souveräne Inselstaat Sri Lanka (Ceylon). Zu Indien gehören die Inselgruppen der Lakkadiven (Lakshadvveep Islands mit Minicoy und Amindivi) im Arabischen Meer sowie der Andamanen und Nikobaren (Andaman and Nicobar Islands) im südöstlichen Golf von Bengalen. Das Land gliedert sich in drei naturräumliche Großregionen. Die Hochgebirge des Nordens bilden mit ihren Urwäldern und über 8000 m aufragenden Schneegipfeln Landschaften von unerreichter Großartigkeit. Im Mittelbereich schließt das 300-500 km breite nordindische Tiefland von Ganges und Brahmaputra an.

Den Süden, die eigentliche Halbinsel Vorderindien, erfüllt das Dekkanplateau (Dekhan), ein von Norden nach Süden und Osten nach Westen leicht ansteigendes Tafelland von durchschnittlich 350-950 m Höhe, das von ostwärts ziehenden fruchtbaren Flußtälern durchschnitten wird. Sein bis zu 2700 m hoch ansteigender Westrand (Westghats) fällt steil zum Meer ab und bildet dort einen üppigen tropischen Küstensaum. Das Klima in Indien ist insgesamt tropisch, doch schwanken die Bedingungen je nach Höhenlage und Entfernung vom Meer beträchtlich. Im Sommer herrscht der feuchte Südwestmonsun und Regenzeit, im Winter der trockene Nordostmonsun, der nur dem Ostrand des Dekkan Regen bringt. Die höchsten jährlichen Niederschlagsmengen gehen auf die Khasi-Jaintia-Berge in Meghalaya (um 11000 mm), auf den Himalaya und auf den Westrand des Dekkan nieder. Indien kennt nur drei Jahreszeiten: Winter, Sommer und Monsun (Regenzeit). Die Wintermonate (November bis März) sind im größten Teil des Landes angenehm, mit strahlenden Sonnentagen. In den nördlichen Niederungen sinken die Tiefsttemperaturen zeitweise empfindlich ab, und es kommt zu Schneefällen im Gebirge.

In Maharashtra sowie im Süden und Osten Indiens allerdings sind der Dezember und der Januar stets angenehm kühl und niemals wirklich kalt. Die Sommermonate (April bis Juni) sind im größten Teil Indiens heiß, und nur die Bergzonen im Bereich des Himalaya garantieren Kühle. Der Beginn des Monats Juni bringt gewöhnlich auch den Südwestmonsun, der zunächst an der Westküste einsetzt und später die anderen Landesteile erreicht. Mit Ausnahme des Südostens, erhält Indien dann von Juni bis September die meisten Niederschläge. In den südöstlichen Landesteilen geht der größte Regenanteil mit dem Nordostmonsun zwischen Mitte Oktober und Ende Dezember nieder. Tropische Vegetation zeigen der Dekkan und das untere Ganges- und Brahmaputragebiet (Doab). Sehenswert und Ausgangspunkt für viele Besucher ist das kosmopolitische Bombay oder das für seine palmengesäumte Küste bekannte Goa.

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