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Marokko liegt im äußersten Nordwesten Afrikas, die Westküste bildet der Atlantik, die Nordküste das Mittelmeer. Hinter der Mittelmeerküste erhebt sich das RifGebirge. Im anschließenden Bergland, das vom Mittleren Atlas-Gebirge begrenzt wird, liegen zwei der vier Königsstädte, Fes und Meknes. Zur Atlantikküste hin liegen die dritte (und Hauptstadt), Rabat, sowie Casablanca (wichtigster Hafen), beides Küstenstädte. Südwestlich des Mittleren und am Fuß des Hohen Atlas liegt die Perle und vierte der Königsstädte, Marrakesch. Südlich des Hohen und des anschließenden Anti-Atlas liegt die beginnende Sahara, die sich nach Algerien fortsetzt. Den südlichen Abschluß bildet die Grenze zum ehemaligen Spanisch- (West-) Sahara, das 1979 annektiert wurde. Das Klima teilt sich in mediterran und subtropisch, bedingt durch die Gebirge ist es mild. Der Süden und Südosten haben Wüstenklima. Die mediterrane Vegetation besteht aus z.T. immergrünen Pflanzen, Zedern, Korkeichen, Oliven, Kiefern, Lebensbäumen, den Ubergang zur Steppe bilden Oliven, Rosmarin, Pistazien, Macchien. Eine Grassteppe führt in den wüstenhaften Süden mit seinen von Dattelpalmen bestandenen Oasen. Drei Viertel der Bevölkerung sprechen arabisch, der Rest Berbersprachen, Französisch in Hotels und Städten, zum Teil auch spanisch (im Norden).

An kulturellen Sehenswürdigkeiten herrscht im Land kein Mangel. In Marrakesch gibt es hübsche Cafes am "Platz der Geköpften", die mit Messingschalen behängten, bunt gekleideten Wasserverkäufer sind Fotomotiv Nr. 1! Ende Mai ist das Folklore- fest mit Umzügen. Der Bahia-Palast (19. Jh., wird teilweise von König Hassan II. bewohnt) stellt höchste arabische Baukunst dar. Sehenswürdigkeiten sind u. a. Souks, Paläste, Moscheen der Stadt, die für Marokko-Besucher ein "Muß" darstellt. In Meknes (40 km Stadtmauern) standen einst 12.000 Araberpferde in den unterirdischen Ställen des Sultans Mulai Ismail. Sehenswürdigkeiten sind u. a. Souks, Paläste, Moscheen und Baudenkmäler, wie das Stadttor Bab el Mandor und das Mausoleum des Sultans, der 1672 von Mulai Ismail zur Hauptstadt erhobenen Stadt. Fes gilt neben Venedig, Prag und Bahia (Brasilien) als eine der schönsten historischen Städte der Welt. Sehenswürdigkeiten der um 800 von der Idris-Dynastie gegründeten Königsstadt sind u.a. die Universität Quaraouyine, eine der ältesten der Welt (die größte Moschee der Stadt, 9. Jh.), die Medina, die Souks, (Paläste) und Moscheen (Andalous, 9. Jh.).

Die Hauptstadt Rabat hat eher provinziellen Charme. Die Gartenstadt mit ihren weiten Boulevards hat natürlich auch traditionelle Märkte zu bieten (Grand Marchä, mit den vielen Souks und Souvenirläden), das Nationalmuseum zeigt Marokkos Handwerkskunst, die Kasbah des Oudaias steht als stolze, zinnenbewehrte Festung an der Küste, in der Kasbah (Altstadt) sieht man holzgeschnitzte Türen, verzierte Hausfassaden, die älteste Moschee der Stadt datiert anno 1150. An der Avenue Moulay Hassan steht der Königspalast (teilweise zum Besuch frei), weitere Sehenswürdigkeiten sind der Hassanturm und das Mausoleum Mohameds V. Außerhalb Rabats liegt die römische Nekropole Chellah (Gräber).
Neben den vier Königsstädten sind die Straße der Kasbahs mit ihren burgähnlichen Dorfanlagen aus Lehm (manche sehen aus wie mittelalterliche Burgen) im Südosten, sowie die Städte an der Atlantikküste (Tanger, Casablanca, Essaouria, Agadir) ein "Muß" für den kulturell interessierten Besucher. Casablanca, von den Portugiesen 1575 erobert und Casa Branca genannt, wurde erst um 1800 von den spanischen Eroberern Casablanca genannt. Die Stadt hatte um 1900 noch 1000 E und heute 3 Mio und ist Wirtschaftsmetropole des Landes.
Reste der portugiesischen Kolonialzeit finden sich in der Medina (Patios genannte Innenhöfe, Moscheen, Souks), außerhalb der Stadtmauern sind Luxushotels, Restaurants und moderne Ladengeschäfte.

Tanger, das antike Tingis, liegt an der strategisch bedeutenden Einfahrt zum Mittelmeer. Die Stadt hat alle Eroberer in der Geschichte Marokkos erlebt. Sehenswert, die Villenviertel, der Basar in der Medina und die Region um Tanger, mit Weinbergen, Obstgärten, Eichen- und Macchienwäldern. Im nahen Asilah finden im Sommer Kulturfestspiele statt, die Besucher aus aller Welt anlocken. Tetouan, die Hauptstadt des Nordens, empfängt meist als erste arabische Stadt die Besucher, die über Ceuta von Spanien per Auto einreisen. Weiße Häuser schmiegen sich an den Dersa-Hügel, der am Fuße des Rif-Gebirges liegt. Die 1305 v. Chr. gegründete Stadt war einst Piratenstützpunkt und Ausgangspunkt für Angriffe auf das spanische Ceuta. Sehenswert, die Festung und der Basar in der Altstadt, mit ihren gewundenen Gassen. Essaouria hat eine mittelalterliche Stadtmauer samt Stadtzentrum und dazugehörigen Handwerksbetrieben. Vom Hafen aus kann man sich von Fischerbooten auf die vorgelagerten Purpur-Inseln fahren lassen. Im Süden um Agadir liegen die weiten Ferienstrände und Touristenzentren.

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